Titel: Ueber das Färben von Wolle und Seide mit Anilinschwarz; von Persoz jun. in Paris.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1868, Band 187/Miszelle 11 (S. 523)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj187/mi187mi06_11

Ueber das Färben von Wolle und Seide mit Anilinschwarz; von Persoz jun. in Paris.

Der Genannte ließ sich das folgende Verfahren in Frankreich Patentiren. Die Wolle oder Seide wird zunächst eine Stuude lang bei Siedhitze in einem Bade, welches per Liter Wasser 5 Grm. doppelt‐chromsaures Kali, 3 Grm. Kupfervitriol und 2 Grm. Schwefelsäure enthält, gebeizt. Nach diesem ersten Bade wird die Wolle sorgfältig gewaschen und dann durch eine Lösung von oxalfaurem Anilin genommen, welche 1 bis 2° Baumé stark ist. Hier färbt sich die Wolle u. s. w. sofort schwarz. Ist die gewünschte Nuance erreicht, so bringt man sie in ein mit Schwefelsäure angesäuertes Bad von Weinstein und wäscht sie darauf. Enthalten die Stoffe oder Garne vegetabilische Pflanzenstoffe, so wendet man statt des ersten Bades ein solches von chromsaurem Bleioxyd an und verfährt dabei weiter wie angegeben. Zur Erzeugung des chromsauren Bleioxydes auf den Stoffen nimmt man dieselben am besten durch ein Bad von salpetersaurem oder essigsaurem Bleioxyd, dann durch ein solches von schwefelsaurem Natron, wäscht gut und nimmt dann durch ein kaltes Bad, welches per Liter Wasser 5 bis 20 Grm. doppelt‐chromsaures Kali enthält. (Deutsche Industriezeitung, 1868, Nr. 6.)

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