Titel: Bahnwärterhäuser aus Gußmauerwerk.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1868, Band 187/Miszelle 2 (S. 517)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj187/mi187mi06_2

Bahnwärterhäuser aus Gußmauerwerk.

Ein auf der Strecke Ulm-Blaubeuern gelegenes Bahnwärterhaus ist ein von den Cementfabrikanten Gebrüder Leube in Ulm ausgeführter Probebau, der bis jetzt einzig in seiner Art dasteht, indem weder Sandsteinquader noch Backsteine, sondern Beton dazu verwendet wurde. Das Haus hat ein Stockwerk und einen Kniestock, ist 10 Meter hoch, 7,7 Meter lang und 5,5 Meter breit. Zu ebener Erde befindet sich ein Stall und ein Keller, die Seite gegen die Straße ist in ihrer ganzen Breite mit einer Gallerie auf vier Consolen ruhend und das Gebäude mit Gurten und ornamentalen Verzierungen versehen. Das Dach wurde mittelst Einschalung innen spitzbogig gewölbt und außen geradlinig hergestellt und bietet vor jedem gewöhnlichen Dach den Vortheil der Sicherheit gegen jede Witterung und Feuersgefahr. Die dem Cement eigene graue Färbung gibt dem Ganzen ein sehr gefälliges Ansehen. Wir zweifeln nicht, daß auf solche Weise ausgeführte Häuser, welche sich durch Dauerhaftigkeit und Trockenheit auszeichnen, in Gegenden, wo Sand und Kies Zu haben sind, bald Nachahmung finden werden. (Zeitschrift des Vereines deutscher Eisenbahnverwaltungen.)

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