Titel: Verfahren, die Kleie durch Kochen mit Salzsäure und Soda als Futter verwerthbarer zu machen.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1868, Band 188/Miszelle 13 (S. 168)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj188/mi188mi02_13

Verfahren, die Kleie durch Kochen mit Salzsäure und Soda als Futter verwerthbarer zu machen.

Man rührt 100 Pfd. Kleie sorgfältig mit 800 Pfd. kaltem Wasser zusammen, setzt 2½ Pfd. Salzsäure von 1,18 spec. Gewicht zu, kocht die Masse 10 Minuten lang und läßt dann das Flüssige ablaufen, das man bei Seite setzt. Zu dem im Dampffasse zurückgebliebenen Kleienteige kommen nun 200 Pfd. Wasser und 1½ Pfund 90 grädige calcinirte Sodaauflösung, worauf die Mischung wieder 10 Minuten gekocht wird. Sodann vereinigt man dieselbe allmählich, damit kein Ueberschäumen stattfinde, mit der sauren Brühe der ersten Kochung und rührt endlich noch 2–3 Löffel Schlämmkreide darunter. Das Gemenge reicht man den Thieren als Trank oder im Gemenge mit Heu, Häcksel, Rüben u. s. w.

Durch das vorgeschlagene Verfahren werden nach Stöckhardt 48 bis 54 Proc. der Kleie löslich und für das Hornvieh assimilirbar, während beim Weichen derselben mit lauem Wasser nur 20 Proc., beim Brühen mit siedendem Wasser 23–27 Procent, beim Kochen mit Wasser 34–35 Proc., beim Kochen mit Soda und Wasser 36 bis 48 Procent löslich werden.

Suche im Journal   → Hilfe
Alternative Artikelansichten
  • XML
  • Textversion
    Dieser XML-Auszug (TEI P5) stellt die Grundlage für diesen Artikel.
  • BibTeX
Feedback

Art des Feedbacks:
Ihre E-Mail-Adresse:
Anmerkungen: