Titel: Ducomet's Metall-Manometer.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1868, Band 190, Nr. XLIX. (S. 184–185)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj190/ar190049

XLIX. Metall-Manometer zur Messung des Dampfdruckes; von Ducomet, Civilingenieur in Paris.

Aus Armengaud's Génie industriel, September 1868, S. 134.

Mit Abbildungen auf Tab. III.

Die Metall-Manometer sind bekannt genug, als daß wir hier das Princip derselben wieder anzugeben hätten. Das Instrument, welches wir hier beschreiben, unterscheidet sich von den bekannten durch die Einfachheit seines Mechanismus, indem bei demselben keine Organe vorkommen, welche den Gang des Apparates (wesentlich) stören können. Es besteht in einer metallenen Feder, welche ohne Reibung durch die Einwirkung der kupfernen Kapsel, deren Volumenveränderung der Dampf direct bewirkt, angeregt wird.

Die verticalen Querschnitte Fig. 24 und 25 stellen das Manometer von vorn und von der Seite dar. Der Dampf kommt durch das Ansatzrohr A in die hohle Kapsel a; letztere, aus dünnem Blech von reinem Kupfer bestehend, ist auf jeder Seite mit einem Blättchen von reinem Silber belegt, und diese drei Lamellen wurden unter Erwärmung mehrmals gestreckt, um dieselben zu einer Hülle zu vereinigen. Das Silber hat hier den Zweck, jede mögliche Aenderung der Kapsel zu verhindern; letztere ist vor dem Gebrauche unter einem Drucke von 50 Atmosphären untersucht worden. Auf dieser Kapsel ruht der Knopf b, welcher an der stählernen Spannfeder R befestigt ist, deren Enden an dem Punkte r sich vereinigen, so daß diese Stelle, welche an dem metallenen Lager e sich befindet, den Mittelpunkt der Bewegung bildet; die Entwickelung dieser Feder, welche ohne Reibung sich bewegen kann, hat einen Spielraum von 20 bis 25 Centimeter. Der Knopf b geht durch diesen Streifen der Feder und trägt eine Kugel, an welcher ein kleiner Fortsatz mit der Gabel c sich drehen kann, welcher in den Hals der gekrümmten Achse d eingreift; an dem außerhalb des Zifferblattes befindlichen Ende der letzteren ist der Zeiger D angebracht.

Wenn durch die Spannkraft des in die Kapsel a eintretenden Dampfes, letztere eine Volumenvergrößerung erfährt, so drückt sie gegen den Knopf b, und dieser wird daher die Feder R krümmen; das Ziehstäbchen c wirkt dann auf die gekrümmte Achse d und bringt so den Zeiger in Bewegung. Je nach der Größe der Dampfspannung wird |185| letzterer vorwärts gehen, und hierauf gegen seinen Ausgangspunkt sich wieder zurückbewegen, wenn entweder der Druck aufhört oder vermindert wird; im letzteren Falle wird nämlich die Kapsel wieder ihr Volumen verkleinern, und die Feder R soll dabei nach und nach ihre frühere Gestalt wieder annehmen. Durch einen stählernen Draht, welcher mit einem seiner Enden an der gekrümmten Welle d passend angebracht ist, wird das Zurückgehen des Zeigers über seinen Ausgangspunkt hinaus gehindert.

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