Titel: Ueber den mit schwefligsaurem Kalk behandelten Aepfelwein (Cider); von Dr. Edward Stieren.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1868, Band 190/Miszelle 13 (S. 79–80)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj190/mi190mi01_13

Ueber den mit schwefligsaurem Kalk behandelten Aepfelwein (Cider); von Dr. Edward Stieren.

Seit mehreren Jahren wendet man bei der Gährung des Wein- und jetzt nicht selten auch bei der des Aepfelmostes schwefligsauren Kalk an, um das Umschlagen oder Sauerwerden desselben zu verhüten, indem die schweflige Säure dieses Salzes den in das Faß dringenden atmosphärischen Sauerstoff absorbirt und schwefelsaurer Kalk (Gyps) gebildet wird. Dieser Cider wird allerdings bald hell und klar und ist ein gar liebliches Getränk, allein derselbe bekommt vielen Menschen nicht gut, sie klagen, selbst sehr gesunde Leute, häufig über schweren Druck im Magen, Appetitlosigkeit und andere Leiden. Der Grund scheint mir darin zu liegen, daß in dem durch Anwendung des schwefligsauren Kalkes conservirten Aepfelwein eine dem Magen nicht zuträgliche, zu große Menge des neugebildeten schwefelsauren Kalkes aufgelöst enthalten ist. Nach mehreren darüber angestellten Versuchen enthält ein solcher abgelagerter, klarer Cider im Mittel über 3 Gran wasserfreien schwefelsauren Kalk (dem gebrannten Gyps gleich) in 1 Pfund. (Wittstein's Vierteljahresschrift für praktische Pharmacie, 1868 S. 420.)

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