Titel: Leclerc's Verfahren zum Garmachen des Schwarzkupfers.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1868, Band 190/Miszelle 5 (S. 74–75)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj190/mi190mi01_5

Leclerc's Verfahren zum Garmachen des Schwarzkupfers.

Das aus dem Kupferstein dargestellte Schwarzkupfer enthält bekanntlich noch Schwefel und mehrere fremde Metalle, von denen es befreit werden muß. Leclerc erreicht diesen Zweck, seiner Angabe nach, mittelst zweier sehr einfacher Processe. Der erste derselben besteht darin, das Schwarzkupfer in einem Flammofen einzuschmelzen und es während des Erweichens der Scheibe und bis zu ihrer vollständigen Schmelzung mit Wasser, in Form ganz fein vertheilter Tröpfchen zu bespritzen. In Folge der dabei stattfindenden Zersetzung des Wassers bildet sich Eisenoxyd, Bleioxyd, nebst einer geringen Menge Kupferoxyd, welche in die Schlacken gehen; der frei gewordene Wasserstoff verbindet sich mit dem vorhandenen Schwefel zu Schwefelwasserstoff.

Die zweite Operation besteht in einem nochmaligen Einschmelzen des mittelst dieses ersten Processes erhaltenen Productes und der Einführung eines Windstromes in die flüssige Metallmasse; dadurch werden die letzten Reste der fremden Metalle als Oxyde ausgeschieden; gleichzeitig entsteht auch eine beträchtliche Menge von schwarzem Kupferoxyd, welches nach dem gewöhnlichen Verfahren beseitigt wird. (Annales du Génie civil, Juli 1868, S. 536.)

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