Titel: Anwendung comprimirter Luft zum Umrühren des Papierzeuges in der Bütte.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1868, Band 190/Miszelle 1 (S. 169–170)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj190/mi190mi02_1

Anwendung comprimirter Luft zum Umrühren des Papierzeuges in der Bütte.

Die Schwierigkeit, den Papierzeug in den Bütten fortwährend in homogenem Zustande zu erhalten, hat die HHrn. Debié und Granger auf den Gedanken gebracht, anstatt der jetzt gebräuchlichen mechanischen Vorrichtungen zum Umrühren der breiartigen Masse comprimirte Luft anzuwenden. Der als Rührer dienende neue Apparat besteht in einer cylindrischen Bütte mit halbkugelförmigem Boden, welche mit radial angebrachten Rippen versehen ist. Zwei concentrische Röhren, welche senkrecht in der Achse der Bütte angebracht sind, leiten den Papierzeug und die comprimirte Luft herbei. Diese Röhren erweitern sich in der Nähe des Bodens der Bütte und nehmen die Form zweier in einander steckender Schalltrichter an. Das centrale Rohr, welches die comprimirte Luft zuführt, mündet in geringer Entfernung über dem Boden; das äußere, zur Vertheilung des Ganzzeuges bestimmte Rohr hingegen etwas höher. In die Mündung des inneren Rohres endlich ragt ein aus Metallblech angefertigter, vom Boden nur wenig abstehender Kegel derart hinein, daß für den Austritt der Luft eine ringförmige Oeffnung bleibt.

Der im äußeren Rohre herabtretende Papierbrei gelangt vor diese ringförmige Oeffnung und wird der Einwirkung des durch das innere Rohr zugeleiteten Stromes |170| comprimirter Luft unterworfen; durch diesen Strom wird er empor gepreßt und mit der übrigen Masse innig gemengt, indem er gezwungen ist, in der ihn suspendirt enthaltenden Flüssigkeit einen Weg von ziemlich bedeutender Länge zu durchlaufen, um zur Mündung des Abflußrohres zu gelangen, welches sich in der Achse der Bütte, unmittelbar unter dem in der Erweiterung des centralen Rohres steckenden Kegel befindet. (Annales du Génie civil, Juli 1868, S. 534.)

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