Titel: Künstliche Bildung der Oxalsäure.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1868, Band 190/Miszelle 9 (S. 342)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj190/mi190mi04_9
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Künstliche Bildung der Oxalsäure.

Bekanntlich betrachtete Dulong die Oxalsäure als eine Wasserstoffsäure, bestehend aus Wasserstoff und Kohlensäure (C2 O4 H), da die allgemeine Formel der oxalsauren Salze C2 O4 M ist. Mehr als ein Chemiker hat ohne Zweifel versucht, die Erzeugung der Oxalsäure durch das Zusammentreffen von Kohlensäure mit Wasserstoff im Entstehungszustande, oder durch die Vereinigung der Kohlensäure und eines Metalles zu erzielen. Längere Zeit wurde in einem der Laboratorien zu Paris Zink mit in Wasser aufgelöster Kohlensäure in Berührung gebracht, in der Hoffnung, daß durch deren gegenseitige Wirkung ein oxalsaures Salz entstehen würde, was jedoch niemals erfolgte.

Nun ist die künstliche Bildung der Oxalsäure im Laboratorium des Hrn. Prof. Herm. Kolbe zu Leipzig unter dessen Leitung durch Hrn. Drechsel erzielt worden. Er erzeugte die Oxalsäure durch directe Wirkung der Kohlensäure auf in Quarzsand zertheiltes metallisches Natrium oder auf Kaliumamalgam, das eine wie das andere auf die Temperatur des kochenden Quecksilbers erhitzt. Durch diese Verfahrungsarten erhielt man mehrere Gramme Oxalsäure.

Liebig hatte schon Oxalsäure mittelst Natrium und Kohlenoxyd erzeugt. (Comptes rendus, t. LXVII p. 700; October 1868.)

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