Titel: Nachweisung von Leinölfirniß.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1868, Band 190/Miszelle 10 (S. 430)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj190/mi190mi05_10

Nachweisung von Leinölfirniß.

Es sollte darüber entschieden werden, ob ein Oel Leinöl oder Leinölfirniß sey; man benutzte dabei mit Erfolg den Umstand, daß jeder Leinölfirniß — der ja fast ausschließlich durch Behandlung des Leinöles, sey es mit Bleiglätte (Bleioxyd), sey es mit Braunstein (Mangansuperoxyd oder borsaurem Manganoxydul) erhalten wird — geringere oder größere Mengen des Metalloxydes in Lösung halten müsse. Es wurden daher ungefähr 10 Grm. des fraglichen Firnisses mit Salzsäure und chlorsaurem Kali behandelt; nach Zerstörung der organischen Substanz die Flüssigkeit filtrirt und zur Verjagung der Säure eingedampft. Die rückständige wässerige Lösung gab sämmtliche Reactionen des Mangans und es unterlag daher keinem Zweifel, daß das Leinöl mit Braunstein (oder einem Manganoxydulsalze) behandelt worden war, man also einen Firniß vor sich hatte. Auf dieselbe Weise gelang auch die Nachweisung des Bleies in einem mit Bleiglätte bereiteten Firnisse, (Schweizerische Wochenschrift für Pharmacie, 1867, Nr. 32.)

Suche im Journal   → Hilfe
Alternative Artikelansichten
  • XML
  • Textversion
    Dieser XML-Auszug (TEI P5) stellt die Grundlage für diesen Artikel.
  • BibTeX
Feedback

Art des Feedbacks:
Ihre E-Mail-Adresse:
Anmerkungen: