Titel: Ueber das Weißsieden von Messing und Kupfer; von Dr. Hiller.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1868, Band 190/Miszelle 4 (S. 494–495)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj190/mi190mi06_4

Ueber das Weißsieden von Messing und Kupfer; von Dr. Hiller.

Die gewöhnliche Methode des Weißsiedens mittelst Weinstein und fein zertheiltem Zinn bietet durchaus keine Schwierigkeit dar, und wenn keine groben Verstöße gemacht werden, liefert sie immer ein ziemlich befriedigendes Resultat. Hr. Dr. Hiller zeigte in einem mit Versuchen ausgestatteten Vortrag in der Versammlung des Nürnberger Gewerbevereines vom 24. Nov. d. I., daß man ein ausgezeichnetes Resultat, einen nahezu silberglänzenden Weißsud erhält, wenn man 1 Loth Zinnsalz in 10 Loth Wasser auflöst und hierzu unter Umrühren eine Lösung von etwas mehr als 2 Loth Aetzkali in 20 Loth Wasser gießt. Die Flüssigkeit trübt sich anfangs, wird aber nach einiger Zeit wieder hell. (Beim Gebrauch entsteht von Neuem eine Trübung, was jedoch für das Gelingen der Operation ganz nebensächlich ist.) In das zum Weißsieden bestimmte Gefäß bringt man eine dünne Zinnplatte, der man am Besten die Form eines durchlöcherten Trichters gibt und darauf die weiß zu siedenden Gegenstände, welche nun mit der so eben beschriebenen Mischung übergossen werden. Bei dem nun folgenden Erhitzen wirde durch Umrühren der Gegenstände mit einem Zinnstängchen die Verzinnung sehr beschleunigt, so daß sie schon nach wenigen Minuten silberglänzend aus der Flüssigkeit genommen werden können. (Fränk. Kur.)

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