Titel: Darstellung von feinzertheiltem Kupfer; von Fr. Stolba.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1868, Band 190/Miszelle 5 (S. 495)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj190/mi190mi06_5
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Darstellung von feinzertheiltem Kupfer; von Fr. Stolba.

Man kann das Kupfer im Zustande einer außerordentlichen Vertheilung leicht in folgender Art darstellen. Man nimmt eine ammoniakalische Kupferoxydauflösung, bereitet durch Vermischen irgend einer Kupfersalzlösung mit der zur Wiederauflösung des zuerst entstehenden Niederschlages genügenden Menge Aetzammoniak. Sollte hierbei etwas Eisen- oder Bleioxyd ungelöst bleiben, so muß die Flüssigkeit filtrirt werden. Zu dieser Lösung setzt man eine genügende Menge aufgelösten Traubenzuckers und hierauf so viel Aetzkali oder Aetznatron, bis sich ein bleibender Niederschlag einstellt. Man erwärmt das Ganze zum Kochen und unterhält dasselbe etwa 10 Minuten. Durch diese Behandlung entsteht zuerst Kupferoxydul und dieses wird schließlich zu Metall reducirt, welches gewöhnlich einzelne Stellen des Gefäßes in Form eines glänzenden Spiegels überzieht.

Man kann nun, nachdem sich das Metall abgesetzt hat, die obere Flüssigkeit abgießen, das Metall auf ein Filter bringen und hier mit heißem Wasser aussüßen. Hierbei findet jedoch der Uebelstand statt, daß stets etwas Metall mit durch das Filter läuft und es auch hernach so verstopft, daß das Filtriren und Aussüßen nur sehr langsam vor sich geht. Besser ist es, man versetzt die ammoniakalische das Kupferpulver enthaltende Flüssigkeit mit so viel Schwefelsäure, daß sie eben sauer reagirt und bringt Alles auf's Filter, wobei ein sehr rasches Filtriren stattfindet. Nach dem Aussüßen trocknet man das zusammengelegte Filter mittelst Fließpapier ab und beendet das gänzliche Austrocknen rasch an einem heißen Orte. Das so erhaltene sehr reine Kupfer oxydirt sich, einmal trocken, sehr wenig, zeigt gerieben schönen Kupferglanz und kann, weil es höchst fein ist, zu vielen Versuchen dienen, wo ein hoher Grad der Vertheilung erwünscht ist. (Lotos, Zeitschrift für Naturwissenschaften.)

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