Titel: Ueber eine Abänderung der Silberprobe auf nassem Wege; von Stas.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1869, Band 191/Miszelle 5 (S. 172)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj191/mi191mi02_5

Ueber eine Abänderung der Silberprobe auf nassem Wege; von Stas.

Das Verfahren zur Gehaltsbestimmung silberner Gegenstände auf nassem Wege wie dasselbe von Gay-Lussac eingeführt wurde, ist mit einer Fehlerquelle behaftet, welche von der Löslichkeit des Chlorsilbers in dem flüssigen Medium, in welchem es sich gebildet hat, bedingt wird. Denn in dieser Lösung wird, gleichviel auf welche Weise dieselbe entstanden ist, durch eine Zehntelsilberlösung und durch Chlorwasserstoffsäure ebenfalls ein Niederschlag hervorgebracht. Die Grenzen, innerhalb welcher diese Fällung stattfindet, sind schwankend. Bei gewöhnlicher Temperatur kann die Abweichung bei einem Flüssigkeitsvolum von 100 K. C. zwischen 1 und 6 Tausendtel schwanken.

Mit Beibehaltung der ganzen Einfachheit des von Gay-Lussac angegebenen Verfahrens zur nassen Silberprobe kann man anstatt des Chlors mit großem Vortheile Brom zur Fällung des Silbers benutzen. Dadurch werden alle bei der Anwendung eines Chlorides oder der Chlorwasserstoffsäure beobachteten Anomalien absolut beseitigt. (Comptes rendus, t. LXVII p. 1107: November 1868).

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