Titel: Macquet und Dorbon's selbstthätiger Zeugspanner.
Autor: Zeman, Johann
Fundstelle: 1869, Band 193, Nr. LI. (S. 193–194)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj193/ar193051

LI. Selbstthätiger Zeugspanner (Tempel) von Macquet-Hamel und Dorbon-Delvaux in Rethel.

Nach Armengaud's Génie industriel Mai 1869, S. 265.

Mit Abbildungen auf Tab. III.

Die Nützlichkeit der selbstthätigen Zeugspanner, die Unentbehrlichkeit derselben für mechanische Kraftstühle veranlassen uns auf einen bereits längere Zeit patentirten, aber noch wenig bekannten Tempel von Macquet-Hamel |194| und Dorbon-Delvaux zurückzukommen; derselbe hat ebenso wie die bereits bekannten66) den Zweck, auf dem Gewebe allmählich weiterschreitend, durch das Eingreifen feiner Stahlspitzen von stets gleichbleibendem Abstande in die Stoffleisten, das Gewebe gleichförmig zu spannen.

Figur 6 ist ein Längsschnitt der einen Seite des Zeugspanners; die andere ist dieser gleich. Fig. 7 ist der entsprechende Grundriß.

Man sieht zunächst, daß sich der Spannstab aus zwei Holzlinealen A und B zusammensetzt; ersteres ist bei a ausgehöhlt zur Aufnahme des schmäler gehaltenen Endes von B. Der Ausschnitt in A ist mit einer Zahnung versehen, in welche das Querstück c einfällt, um eine bestimmte Breite des Spanners beizubehalten, zu welchem Zwecke noch der Riegel d dient, da er in einen Einschnitt in A eindringt und das Ganze zusammenhält.

Das Ende des Lineales B ist beiderseits abgeschrägt; es trägt den Bügel C mit der Lagerbüchse e, der entgegen auf dem Lineal festgeschraubt sich die Pfanne f befindet. In diesen Lagern e und f dreht sich die Stahlachse der Rolle G, deren Umfang mit feinen Stahlspitzen armirt ist. Die Neigung der Spannrolle G ist so gewählt, daß die Spitzen im Niveau der unteren Linealflächen liegen.

An den Bügel C ist ein zweiter, kleinerer d angeschraubt, dessen Ende (wie punktirt angedeutet) die Achse einer kleinen, entweder verzahnten oder geriffelten Rolle h trägt, welche sich dicht vor den Spitzen der Rolle G dreht. Die Gewebsleiste ist zwischen diesen beiden Rollen befindlich; es unterstützt h das Gewebe, um das Eindringen der Spitzen von G zu erleichtern.

Am Bügel C ist endlich noch der Lappen i befestigt, welcher im gabelförmigen Ende den kleinen, rauhen Cylinder c aufnimmt, der sich auf den Stoffsaum auflegt, bevor er zwischen die beiden Rollen G und h gelangt, somit den Stoff in gleicher Höhe erhält.

Beiderseits des Zeugspanners ist die Schiene I angeschraubt, in der sich in entsprechender Führung die Schiene J verschieben läßt. Diese wird mit Hülfe einer Flügelmutter an das Webstuhlgestell befestigt, so daß der Spannstab in bestimmter Höhe unverschiebbar gehalten wird.

J. Z.

|194|

Patentspannstab von Mathis, beschrieben im polytechn. Journal Bd. CLXXII S. 411.

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