Titel: Patent von Blumer-Zweifel in Schwanden für ein solides Anilinblau.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1869, Band 193/Miszelle 10 (S. 174)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj193/mi193mi02_10

Patent von Blumer-Zweifel in Schwanden für ein solides Anilinblau.

Es werden gelöst im Liter Wasser:

100 Gramme Stärkemehl,
40 „ chlorsaures Kali,
3–4 „ Eisenvitriol,
10 „ Salmiak.

Nach dem Erkalten des Gemisches werden 60 Gramme salzsaures oder weinsaures Anilin hinzugefügt. Nach dem Durcharbeiten der Mischung und vollständigem Erkalten wird sie aufgedruckt, und dann die Stücke wie für Anilinschwarz behandelt, d.h. der Luft ausgesetzt und in schwach alkalischem Wasser ausgewaschen. (Moniteur scientifique.)

Zum Anilinschwarz wurde offenbar die erste Idee durch das Verfahren von Cr. Calvert, Lowe und Clift für ein solides Grün „Emeraldin“ gegeben.65) Man beobachtete bald, daß die Nuancen trübgrün, oft grünschwarz wurden, und ausdrücklich ist in jenem Patente gesagt, daß alkalische Lösungen das Grün in Blau umwandeln. Das Blumer'sche Verfahren combinirt die Erfahrungen, welche beim Anilinschwarzdarstellen gemacht wurden mit der genannten Beobachtung und gelangt zu wohlgelungenen Resultaten, wie wir uns durch eigene Wahrnehmung überzeugt haben. Dr. Bolley. (Schweizerische polytechnische Zeitschrift, Bd. XIV S. 71.)

|174|

Polytechn. Journal, 1861, Bd. CLIX S. 449.

Suche im Journal   → Hilfe
Alternative Artikelansichten
  • XML
  • Textversion
    Dieser XML-Auszug (TEI P5) stellt die Grundlage für diesen Artikel.
  • BibTeX
Feedback

Art des Feedbacks:
Ihre E-Mail-Adresse:
Anmerkungen: