Titel: Imitirte Politur für Holzarbeiten.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1869, Band 193/Miszelle 15 (S. 176)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj193/mi193mi02_15

Imitirte Politur für Holzarbeiten.

Amerikanische Fabriken geben ihren Holzarbeiten, namentlich den Gehäusen der bekannten billigen Uhren, einen Lackanstrich, welcher den Fabricaten das Ansehen polirten Holzes verleiht. In dem Berichte der Hamburgischen Gesellschaft zur Beförderung der Künste und nützlichen Gewerbe, technische Section, wurden darüber nach dem Hamburger Gewerbeblatt folgende Aufschlüsse gegeben:

Zu 2 Pfund leichtflüssigem Copallack wird 1 Loth reiner Leinölfirniß gegeben, und diese Mischung warm gestellt und öfter umgeschüttelt, so daß eine gleichmäßige Vereinigung erfolgt. Das zu lackirende Holz wird mit Leimwasser bestrichen, langsam getrocknet und fein geschliffen; bei hellen Hölzern setzt man dem Leim fein geschlämmte Kreide, bei dunklen geschlämmten Röthel zu. Zuletzt werden die Gegenstände mit obiger Mischung lackirt und nachher mit in Aether gelöstem Wachs abgerieben, wodurch sie eine imitirte Politur erhalten.

Eine andere Vorschrift geht dahin, daß man die Gegenstände mit gutem Lack überziehe, und nachdem derselbe getrocknet sey, schleife, worauf man sie auf die gewöhnliche Art mit guter Tischlerpolitur behandeln könne. (Bayerische Gewerbezeitung.)

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