Titel: Dampfschieber mit Rollen.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1869, Band 193/Miszelle 1 (S. 255)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj193/mi193mi03_1

Dampfschieber mit Rollen.

Schon im Jahre 1843 hatte Hick für seine rotirende Dampfmaschine einen Schieber construirt, welcher vorn mit seiner Deckfläche wie gewöhnlich aus dem Schieberspiegel aufruhte, während die Rückenfläche von Rollen getragen wurde, welche auf Schienen zu beiden Seiten des Schiebers liefen. Die Rollen liefen auf am Schieber befestigten Achsen und verursachten daher sowohl eine Achsen- als eine rollende Reibung. Später vermied man die Achsenreibung dadurch, daß man die Rollen zwischen den Schieber und die Cylinderfläche legte. Solche Schieber sind in den letzten zehn Jahren vielfach in Amerika an Schiffsmaschinen und Locomotiven mit gutem Erfolge angewendet worden. Es soll durchaus keine Schwierigkeit machen, die Walzen so zu lagern, daß die Schieber dicht schließen und zugleich sich frei bewegen können. Neuerdings wenden M. und T. Sault in Newhaven, Connecticut, Vereinigte Staaten, statt der kleinen, unmittelbar zwischen Schieber und Spiegel liegenden Rollen solche von 4 Zoll bis 1 Fuß und noch mehr Durchmesser an, welche zu beiden Seiten des Schiebers gelagert sind, und verbinden jedes Rollenpaar durch eine Spindel, welche sich gegen mit dem Schieber verbundene Stahlplatten anlegt. Auf diese Weise wird der Schieberdruck zunächst auf die Spindeln, welche lose auf den Stahlplatten laufen, und dann von den Spindeln auf die Rollen übertragen, welche sich auf an die Cylinderfläche angeschraubten Stahlstäben bewegen. Da die Spindeln im Vergleich mit den Rollen einen kleinen Durchmesser haben, so ist der Betrag ihrer Bewegung auf den Stahlplatten im Verhältniß zum Schieberhub auch nur klein, und Rollen und Spindeln machen während eines Schieberhubes nur einen kleinen Theil einer Umdrehung. (Engineering, April 1869, S. 297; polytechnisches Centralblatt, 1869 S. 756.)

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