Titel: Ein Krappfarbstoff.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1869, Band 193/Miszelle 12 (S. 261)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj193/mi193mi03_12

Ein Krappfarbstoff.

In der mit verdünnten Mineralsäuren behandelten Wurzel der Färberröthe befindet sich nach Rochleder's vorläufiger Mittheilung außer Alizarin und Purpurin eine Substanz, welche hinsichtlich ihrer Zusammensetzung diesen beiden Farbstoffen sehr nahe steht.

Dieser Stoff kommt nur in sehr kleiner Menge im Krapp vor. Seine Lösungen in alkalischen Flüssigkeiten sind nahezu von derselben Farbe, wie eine alkalische Lösung der Chrysophansäure. Aus alkalischen Flüssigkeiten wird er durch Säuren in gelatinösen, sehr blaßgelben Flocken gefällt, die vollkommen amorph sind. Aus Weingeist krystallisirt diese Substanz in orangegelben, aus Essigsäure in citronengelben Nadeln. Ihre Lösung in Essigsäure enthaltendem Wasser färbt Seide und Schafwolle reim Kochen schön und dauerhaft goldgelb.

In der Kattunfärberei und Druckerei ist dieser Krappfarbstoff nicht verwendbar. (Anzeiger der Wiener Akademie.)

Suche im Journal   → Hilfe
Alternative Artikelansichten
  • XML
  • Textversion
    Dieser XML-Auszug (TEI P5) stellt die Grundlage für diesen Artikel.
  • BibTeX
Feedback

Art des Feedbacks:
Ihre E-Mail-Adresse:
Anmerkungen: