Titel: Verfahren zum Conserviren von Eidotter.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1869, Band 193/Miszelle 14 (S. 261–262)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj193/mi193mi03_14
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Verfahren zum Conserviren von Eidotter.

A. I. d'Andiran-Köchlin ließ sich zu diesem Zweck in Frankreich folgendes Verfahren patentiren. Nach Abscheidung des Eiweißes, das als Albumin Verwendung findet, wird aus dem Dotter der Keim oder Embryo entfernt, da dieser jedenfalls die erste Ursache der Zersetzung ist oder die Zersetzung wenigstens bei ihm beginnt. Die Eidotter, deren jeder 40 Proc. des ganzen Eies ausmacht, werden mit 3–5 Proc. Kochsalz und 0,1 Proc. arseniger Säure versetzt und das Ganze ähnlich wie Albumin, aber weniger lange zusammengeschlagen. Nachdem sich die Luft vollständig aus dem Inneren der Dotter entfernt hat, bringt man die Masse in Weißblechbüchsen, die man vollständig damit füllt, und schließt diese Büchsen mit einem Deckel, der sorgfältig aufgelöthet wird, um den Luftzutritt ganz abzuhalten. Werden diese Büchsen in einem kalten Keller aufbewahrt oder durch Eis kalt gehalten, so halten sich die Dotter unbegrenzt lange. Um die gefüllten Büchsen zu versenden, bringt man dieselben in einzelnen Schichten, die durch Eisstücke von einander getrennt werden, in eine Kiste, welche im Inneren, auch auf dem Boden und an den Seiten mit Eis gefüllt wird; diese Kiste setzt man, nachdem sie gut verschlossen worden ist, in eine mit Weißblech ausgefütterte Kiste, die auf jeder Seite 10 Centimet. weiter ist als die erste. Der so entstehende Zwischenraum wird mit Sägespänen ausgefüllt, ein Blechdeckel aufgelöthet und endlich der Holzdeckel aufgenagelt. (Deutsche Industriezeitung, 1869, Nr. 27.)

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