Titel: Amerikanischer Holzschleifapparat.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1869, Band 193/Miszelle 2 (S. 255–256)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj193/mi193mi03_2
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Amerikanischer Holzschleifapparat.

In Amerika ersetzt man jetzt die Schleifsteine zur Erzeugung von Holzstoff für die Papierfabrication durch raspel- oder feilenartig aufgehauene Ringe aus Stahl oder Hartguß, welche auf einen Cylinder gezogen sind. An dem einen Ende der Cylinderwelle greift die Betriebskraft an und von dem anderen aus wird durch ein Schraubengetriebe und ein Paar Daumen dem Gefäß, in welchem der zu schleifende Holzklotz liegt, eine hin und her gehende Bewegung ertheilt. Der Holzklotz liegt mit seiner unteren Fläche auf der Schleifwalze und wird durch ein Gewicht oder eine Feder gegen dieselbe angedrückt. Neben der Schleifwalze und etwas tiefer als diese ist eine kleine Walze gelagert, welche mit Krempelbeschlag oder steifen Bürsten bezogen ist und durch Riemen von der Schleifwalze aus so umgetrieben wird, daß sie sich etwas schneller als diese und in der entgegengesetzten Richtung bewegt. Diese Krempelwalze hat die Bestimmung, den Faserstoff von der Schleifwalze abzunehmen und diese rein zu erhalten. Das Material wird unterhalb der Maschine in ein geeignetes Gefäß abgelegt. Der von der Maschine kommende Faserstoff ergibt sich unter dem Mikroskop und auch nach dem Gefühl als sehr wohl geeignet zur Mischung mit anderem Papierstoff. Er enthält weder Sägespäne, noch grobe Splitter, sondern besteht aus lauter gleichmäßigen Fasern, welche der kurzstapeligen Baumwolle ähneln. (Scientific American, März 1869, S. 145; polytechnisches Centralblatt, 1869 S. 756.)

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