Titel: Anwendung von Eisen als Ersatz des Holzes beim Grubenausbau.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1869, Band 193/Miszelle 3 (S. 256)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj193/mi193mi03_3

Anwendung von Eisen als Ersatz des Holzes beim Grubenausbau.

Zu den im vorhergehenden Heft dieses Journals S. 169 enthaltenen Mittheilungen über Eisen-Ausbau dürfte nachzutragen seyn, daß derselbe auch im Zwickauer Reviere in ziemlich ausgedehnter Weise seit bereits sechs bis sieben Jahren stattfindet und seit einigen Jahren auch im benachbarten Lugauer Revier Platz gegriffen hat. In diesen Revieren verwendet man fast nur alte Eisenbahn- (Vignol-) Schienen von vier bis fünf Zoll Profilhöhe, die ein sehr tragfähiges und passendes, dabei verhältnißmäßig billiges Material für den Ausbau sowohl der Strecken in den verschiedensten Dimensionen, als auch – wie die geschehenen Ausführungen darthun, größerer Räume wie Füllörter u. dgl. bieten. Notizen hierüber befinden sich in dem von der kgl. Bergakademie zu Freiberg herausgegebenen Jahrbuch für den Berg- und Hüttenmann pro 1866, 1867 u. 1868, sowie in den Geschäftsberichten des Steinkohlenbau-Vereines Gottes Segen zu Lugau pro 1868 und des Erzgebirgischen Steinkohlen-Actien-Vereines pro 1867 u. 1868. Der letztere Verein hat mit der Anwendung der Eisenbahnschienen beim Grubenausbau zuerst begonnen und zwar schon im Jahre 1862, auch dieselbe in so umfänglicher Weise fortgesetzt, daß das auf sie verwendete Capital nach Ausweis des letzten Geschäftsberichtes bis Ende des Jahres 1868 die beträchtliche Höhe von 167,692 Thlr. erreicht hat. Es ist dieß jedenfalls zugleich die erste Durchführung des eisernen Grubenausbaues im Großen. – Mittheilungen über die bezügliche Anwendung des Eisens befinden sich auch in den gedruckten Protokollen über die Sitzungen des sächsischen Ingenieurvereines vom 25. April d. I. und zwar der Section IV. desselben. (Berggeist, 1869, Nr. 55.)

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