Titel: Ueber Wismuthsilber; von C. W. Kayser.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1869, Band 193/Miszelle 5 (S. 258)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj193/mi193mi03_5

Ueber Wismuthsilber; von C. W. Kayser.

Erstarrt geschmolzenes Wismuth, so tritt, da festes Metall specifisch leichter ist als flüssiges, die bekannte Erscheinung ein, daß ein Theil des im Inneren noch flüssigen Metalles durch die Oberfläche getrieben wird.

Andere Metallbeimengungen verhindern die Krystallisation des Wismuths und so auch die Ausdehnung desselben beim Erkalten, jedoch wirken die einzelnen Metalle hierbei sehr verschieden: ein Bleigehalt von 10 Proc. im Wismuth verhindert die Ausdehnung fast ganz.

Diesem entgegengesetzt verhält sich die Legirung von Wismuth und Silber.

Ein zufällig beim Silberabtreiben erstarrtes, nicht völlig abgetriebenes Blicksilber, bestehend aus

Wismuth 56,1
Silber 43,5

zeigte auf der Oberfläche eine große Zahl, 5–10 Millimeter großer Wismuthkugeln, bestehend aus

Wismuth 97,6
Silber 2,355.

Bei steigendem Silbergehalt, 60, 70 und 80 Procent, wobei dieselbe Erscheinung sich noch zeigte, enthielten die ausgetriebenen Wismuthkugeln fast übereinstimmend 2,5 Proc. Silber.

Wismuthsilberlegirung zeigt daher die entgegengesetzte Erscheinung wie Bleisilberlegirung; denn während bei jener erst das erstarrende Metall das silberreichere ist, ist dieß bei der Bleilegirung das silberärmere Metall. (Berichte der deutschen chemischen Gesellschaft zu Berlin, 1869, Nr. 11.)

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