Titel: Ueber einige Eigenschaften der Fluorwasserstoffsäure; von G. Gore.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1869, Band 193/Miszelle 9 (S. 259–260)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj193/mi193mi03_9

Ueber einige Eigenschaften der Fluorwasserstoffsäure; von G. Gore.

Wasserfreie Fluorwasserstoffsäure wurde erhalten durch Erhitzen von vollständig getrocknetem Fluorkalium-Fluorwasserstoff in einem angemessenen Platinapparat. Die reine wasserfreie Säure ist eine äußerst gefährliche, nur mit größter Vorsicht zu Handhabende Substanz. Sie ist bei 15,5° C. eine ganz farblose, leicht bewegliche Flüssigkeit; ihr specifisches Gewicht ist = 0,9879 bei 12,7° C., das des Wassers bei derselben Temperatur = 1 gesetzt; sie siedet bei 19,40 C.; sie bleibt bei – 34,5° C. noch flüssig.

Versuche, bei welchen wasserfreies Fluorsilber in Wasserstoffgas in einem angemessenen Platinapparat über Quecksilber erhitzt wurde, ergaben, daß das Volum des |260| Wasserstoffgases bei der Umwandlung desselben zu Fluorwasserstoffgas sich verdoppelt. Die so erhaltene gasförmige Säure griff, in Glasgefäße über Quecksilber gebracht, das Glas selbst bei längerer Berührung mit demselben nicht an, so lange Feuchtigkeit gänzlich ausgeschlossen blieb. (Proceedings of the Royal Society of London, vol. XVII p. 256; Annalen der Chemie und Pharmacie, Bd. CLI S. 128.)

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