Titel: Ueber Verfälschung des Catechu.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1869, Band 193/Miszelle 10 (S. 340)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj193/mi193mi04_10

Ueber Verfälschung des Catechu.

Der Catechu ist bekanntlich Verfälschungen aller Art ausgesetzt. Farbholzextracte, Sand etc. werden demselben beigemengt, ohne daß es möglich ist, deren Gegenwart auf den ersten Anschein wahrzunehmen.

Im Allgemeinen wird der Catechu durch dergleichen Zusatz dunkler, und dieß kann, wenn auch nicht immer, neben dem unangenehmen Geschmack als ein Zeichen geschehener Verfälschung dienen.

Außerdem kann man an dem Niederschlage, welchen ein Catechuabsud mit Eisenchloridlösung gibt, die Gegenwart fremder Substanzen im Catechu erkennen.

Ist dieser Niederschlag blauschwarz, so sind fremde Extracte zugegen.

Beigemischte Stärke kann man an der blauen Färbung erkennen, welche in diesem Falle Jodtinctur in der wässerigen Abkochung des fraglichen Catechu hervorruft.

Die beste Methode indessen, den Catechu auf Verfälschungen zu prüfen, bleibt die Behandlung mit Aether.

Guter Catechu muß, wenn man ihn mehrfach mit Aether übergießt und stehen läßt, an diesen 53 Procent seines Gewichtes abgeben, so daß der Rückstand nach dem Trocknen nur 47 Procent vom Gewicht des angewendeten Catechu ausmacht.

Alaun-Zusatz (sogen. präparirter Catechu) kann durch Zusatz von Salpetersäure und Chlorbarium-Lösung an dem entstehenden weißen Niederschlage erkannt werden. (Nach dem Moniteur de la teinture; Musterzeitung für Färberei etc., 1869, Nr. 13.)

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