Titel: Das Turacin, ein kupferhaltiger thierischer Farbstoff.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1869, Band 193/Miszelle 11 (S. 340)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj193/mi193mi04_11

Das Turacin, ein kupferhaltiger thierischer Farbstoff.

Aus vier Species des Turaco (Plantain-eater) hat A. W. Church, Prof. der Chemie am Royal Agricultural College in Cirencester, – heißt es in den Proceedings of the Royal Society, vol. XVII p. 436 – einen merkwürdigen rothen Farbstoff dargestellt. Derselbe findet sich in ungefähr fünfzehn der primären und secundären Flügelfedern der besagten Vögel, und läßt sich durch eine verdünnte alkalische Lösung ausziehen und unverändert durch eine Säure fällen. Er unterscheidet sich von allen bis jetzt dargestellten natürlichen Farbstoffen dadurch, daß er 5,9 Proc. Kupfer enthält, welches, ohne Zerstörung des Farbstoffe selbst, entfernt werden kann. Church schlägt für diesen Farbstoff den Namen „Turacin“ vor. Das Spectrum des Turacins zeigt zwei schwarze Absorptions-Streifen, ähnlich denen des Cruorins. Das Turacin unterscheidet sich in mehreren Punkten vom Cruorin. Es zeigt eine große Beständigkeit in seiner Zusammensetzung, selbst wenn es von mehreren Gattungen und Arten der Pisangfresser (Plantain-eater) gewonnen ist, z.B. von Musophaga violacea, Corythaix albo-cristata und porphyreolopha. (Poggendorff's Annalen, 1869, Bd. CXXXVII S. 496.)

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