Titel: Die Lagerstätten des Wolframs.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1869, Band 193/Miszelle 3 (S. 336)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj193/mi193mi04_3

Die Lagerstätten des Wolframs.

Die Lagerstätten des Wolframs sind, soweit bis jetzt bekannt ist, in Chili, Connecticut, Cornwall, Sibirien, Frankreich, am Harz und im Erzgebirge. Einer der reichsten Fundorte desselben ist Zinnwald im sächsischen Erzgebirge, wo eine Verbindung von wolframsaurem Eisenoxydul und wolframsaurem Manganoxydul in ungeheuren Mengen und außerdem noch Scheelspath (wolframsaures Bleioxyd) vorkommt.

Das erstgenannte Erz ist durch seine Reinheit von Schwefel- und Arsenbeimischungen für technische Verwendungen ganz besonders werthvoll und bedarf zu Zwecken der Eisen- und Stahlindustrie nicht erst eines vorgängigen Röstens, wie z.B. die französischen Wolframerze es erfordern. Diese mächtigen Lagerstätten von Wolframerz der besten Art sind gegenwärtig im Besitz der Gewerkschaft „Verein Zwitterfeld“ zu Zinnwald bei Altenberg (Sachsen). Das Wolframerz wird in zwei Sorten abgegeben; die eine, Stuff-Wolfram, besteht aus größeren Stücken, die andere, Schlich-Wolfram, ist pulverisirt und aus solchen Stufen gewonnen, in welchen das Wolframerz mit Quarz etc. durchsetzt ist. Aufträge wolle man an die Verwaltung des Werkes in Zinnwald adressiren, oder an M. Großmann, Uhrenfabrikant in Glashütte (Sachsen), Mitglied des Grubenvorstandes. (Deutsche Industriezeitung, 1869, Nr. 25.)

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