Titel: Ueber die Anwendung des Terpenthinöles als Gegengift gegen Phosphor; von J. Personne.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1869, Band 193/Miszelle 17 (S. 439–440)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj193/mi193mi05_17
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Ueber die Anwendung des Terpenthinöles als Gegengift gegen Phosphor; von J. Personne.

Es ist längst bekannt, daß das Terpenthinöl den Phosphor seiner Eigenschaft beraubt, im Dunkeln zu leuchten, wie auch, daß man die Arbeiter in Zündhölzchen-Fabriken mit Erfolg gegen die bekannte Entzündung der Kinnbacken dadurch zu schützen gesucht hat, daß man sie ein offenes Gefäß mit Terpenthinöl auf der Brust tragen ließ. Neuerdings berichtete Dr. Ardant, daß ein Mann, welcher sich mit Phosphor zu vergiften versucht und darnach zur Beschleunigung des Todes ein Quantum Terpenthinöl getrunken hatte, die Wirkung des ersteren durch die des letzteren paralysirt habe. Diese Beobachtung veranlaßte den Verf., Versuche mit Hunden anzustellen, denen er 0,1 bis 0,3 Grm. Phosphor applicirte. Während sämmtliche Hunde, welche bloß dieses Phosphorquantum erhielten, crepirten, wurden von acht Hunden, welchen unmittelbar nach der Vergiftung oder 1 bis 2 Stunden später Terpenthinöl eingegeben ward, sechs wieder gesund. Das Terpenthinöl wurde in Dosen von 10 Grm., und zwar in Emulsion mit Eigelb, verabreicht. (Comptes rendus, t. LXVIII p. 543.)

Ueber einen anderen Fall, in welchem einer mit Phosphor vergifteten jungen Frau durch Verabreichung von Terpenthinöl das Leben erhalten wurde, berichtet Dr. Ardant im Journal de Pharmacie et de Chimie Juni 1869, S. 477.

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