Titel: Ueber die Verwerthung der Hohofenschlacken; von Croßley.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1869, Band 193/Miszelle 6 (S. 518)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj193/mi193mi06_6

Ueber die Verwerthung der Hohofenschlacken; von Croßley.

In einem Vortrage in der Cleveland Institution of Engineers besprach Croßley die Benutzung der Hohofenschlacken zu Pflastersteinen; ferner die Verwendung derselben zur Fabrication von schwefelsaurer Thonerde, von Natronaluminat und von reiner Kieselsäure, letztere für die Porzellanfabrication bestimmt. Auf die meisten dieser Verwerthungsweisen wurden in England Patente genommen. Hierauf theilte er ein von ihm erfundenes Verfahren zu dem in Rede stehenden Zwecke mit; nach demselben wird durch Behandlung der vorher fein gepulverten Schlacke mit Salzsäure gallertartige Kieselsäure abgeschieden, während Thonerde, Kalk, Magnesia und Eisen in Lösung gehen: die Lösung wird zur Trockne verdampft und der Rückstand mit Wasser extrahirt, welches die löslichen Salze aufnimmt; das ungelöst Gebliebene wird mit Schwefelsäure behandelt, wobei sich schwefelsaure Thonerde bildet, deren Lösung decantirt wird; die hierbei zurückbleibende Kieselsäure wird mit Wasser rein ausgewaschen. Die Lösung des Thonerdesulfats wird abgedampft und auf diese Weise das Salz in reinem und trockenem Zustande erhalten; oder sie wird auf Alaun verarbeitet. Mittelst dieses Verfahrens wird aus der Schlacke ein Product gewonnen, welches per Tonne 3 Pfd. Sterl. und ein zweites, welches 7 Pfd. Sterl. per Tonne werth ist. 100 Tonnen Schlacke liefern 33 Tonnen Kieselsäure und 147 Tonnen schwefelsaure Thonerde. (Chemical News, vol. XX p. 55; Juli 1869.)

Suche im Journal   → Hilfe
Alternative Artikelansichten
  • XML
  • Textversion
    Dieser XML-Auszug (TEI P5) stellt die Grundlage für diesen Artikel.
  • BibTeX
Feedback

Art des Feedbacks:
Ihre E-Mail-Adresse:
Anmerkungen: