Titel: Einfache Bildung der Eisensäure.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1869, Band 193/Miszelle 8 (S. 519)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj193/mi193mi06_8

Einfache Bildung der Eisensäure.

Das fein zertheilte Eisen (die Limatura ferri) ist nach Prof. A. W. Hofmann das beste Material, wenn es sich darum handelt, die Bildung der Eisensäure in einer Vorlesung zu zeigen. Ein inniges Gemenge von 1 Theil ferrum limatum und 2 Theilen Salpeter (etwa 20 bis 30 Grm. im Ganzen) werden in einem kleinen Glaskolben über einem kräftigen Gasbrenner erhitzt. Nach einigen Minuten beginnt das Gemenge zu erglühen, und alsbald sprüht eine glänzende Feuergarbe aus der Mündung des Glaskolbens. Die rückständige halb mit dem Glase zusammengeschmolzene Masse besteht zum großen Theil aus Kaliumferrat (eisensaurem Kali). Nach dem Erkalten gepulvert und mit Wasser übergossen, liefert sie eine tief rothviolette, fast undurchsichtige Lösung. Es verdient hierbei bemerkt zu werden, daß die Masse erst nach dem Erkalten ausgelaugt werden darf. Man ist leicht versucht, um die Operation abzukürzen, den glühenden Glaskolben in kaltes Wasser zu tauchen. Auf diese Weise wird aber nur eine äußerst schwach gefärbte Lösung erhalten; bei weitem der größere Theil der Eisensäure wird zersetzt. (Berichte der deutschen chemischen Gesellschaft zu Berlin, 1869 S. 239.)

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