Titel: Irwin's Lampe oder Laterne.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1870, Band 195, Nr. XXXV. (S. 119–120)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj195/ar195035

XXXV. Irwin's Lampe oder Laterne zum Brennen von Mineralölen.

Aus Armengaud'sGénie industriel, November 1869, S.

Mit einer Abbildung auf Tab. III.

Zum Brennen von sehr kohlenstoffreichen Oelen hat J. H. Irwin in Chicago (Staat Illinois, Amerika) ein System von Lampen oder Laternen erfunden und sich kürzlich in Frankreich patentiren lassen, wobei ein durch die Flamme erzeugter Luftstrom mit dieser zusammentrifft und eine vollständigere Verbrennung bewirkt.

Bei einer nach diesem Princip construirten Lampe oder Laterne, wie sie in Fig. 22 im Verticalschnitt dargestellt ist, erhält der Deckel des Oelbehälters R eine conische Form und um ihn herum ist eine Luftkammer r gebildet, welche die Luft aus den Leitungsröhren C empfängt und sie der Flamme zuführt. Der Brenner hat die bei Mineralöllampen gewöhnliche Form, nur sind oben am Dochthalter Vorsprünge a angebracht, um die Bewegung und Richtung der zuströmenden Luft in gewissem Grad zu reguliren. Diese Vorsprünge können dadurch ersetzt werden, daß der obere Theil des Dochthalters zu einer Art Schale nach außen gebogen wird. Die conische Kapsel a¹ über dem Brenner, welche oben die gewöhnliche Form hat, ist unten luftdicht mit der Luftkammer r verbunden; auf dieser Kapsel ruht der durchlochte Träger b des Glascylinders, der eine concave Form erhält, um den starken Zutritt seitlicher Luftströmungen zu verhüten, und der einen etwas kleineren Durchmesser besitzt als der Deckel der Luftkammer r. Der Ring A auf dem oberen Ende des Glascylinders, der aus einem Blechstück ohne Löthung geformt ist, trägt mittelst der kleinen Stützen c den Hut B; die Stützen enden dazu in kleine Zapfen, die in Löcher des Deckels eingenietet oder sonst wie ohne Löthung befestigt sind. Der Hut steht durch das Rohr T mit den beiden Luftröhren C in Verbindung. Die Verbindung zwischen dem Hute und dem Rohre T geschieht durch ein aufgeschraubtes Rohrstück; schraubt man dieses ab, so kann man den Glascylinder vom Brenner entfernen. Für gewöhnliche Zwecke genügen zwei Luftröhren C; für Straßenlaternen u. dergl. können dagegen mehrere angewendet werden. Diese Luftröhren schützen zugleich die Glascylinder; für Handlaternen können sie durch horizontale Stäbchen k mit einander verbunden werden, die mit Halbmuffen h auf den Röhren aufliegen und leicht entfernt werden können, |120| wenn man zu dem Glascylinder etc. gelangen will. Bei feststehenden Lampen, welche keinem Luftzug ausgesetzt sind, kann man den Glascylinder und den Glasträger b weglassen.

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