Titel: Anwendung des Caseins als Fixirungsmittel im Zeugdruck.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1870, Band 195/Miszelle 14 (S. 94)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj195/mi195mi01_14

Anwendung des Caseins als Fixirungsmittel im Zeugdruck.

Zur Anwendung des Caseins als Fixirungsmittel für mineralische Farben im Zeugdruck ließ C. Dreyfus in Rixheim, Elsaß, sich folgendes Verfahren in Frankreich patentiren. Der zu bedruckende Stoff wird 1 bis 2 Minuten lang in eine wässerige Lösung von essigsaurem Kalk von 3 bis 5° B. getaucht und dann auf Trockencylindern getrocknet. Das Drucken geschieht mit einer Farbe, welche durch Lösen von Casein in Ammoniak oder dergl., Verdicken der Lösung mit einem geeigneten Verdickungsmittel und Zusatz des betreffenden Farbstoffes dargestellt ist. Nach dem Drucken wird getrocknet oder gedämpft und wie gewöhnlich weiter verfahren. Das Verfahren soll nicht nur billiger als das Fixiren mit Albumin seyn, sondern auch weniger Farbstoff erfordern. Die Theorie desselben ist die daß beim Trocknen des mit essigsaurem Kalk behandelten Zeuges dieses Salz sich theilweise zersetzt, wobei der Kalk sich innig mit der Faser verbindet und das überschüssige, nicht zersetzte essigsaure Salz zurückhält. Nach dem Aufdrucken des Gemenges von Casein und Farbstoff bildet sich ferner eine unlösliche Kalk-Caseinverbindung, welche in der Faser zurückgehalten wird. Anstatt des essigsauren Kalkes kann auch, aber weniger gut, unterschwefligsaurer Kalk benutzt werden. (Deutsche Industrie-Zeitung, 1869, Nr. 36.)

Suche im Journal   → Hilfe
Alternative Artikelansichten
  • XML
  • Textversion
    Dieser XML-Auszug (TEI P5) stellt die Grundlage für diesen Artikel.
  • BibTeX
Feedback

Art des Feedbacks:
Ihre E-Mail-Adresse:
Anmerkungen: