Titel: Appretur der Seidenwaaren.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1870, Band 195/Miszelle 15 (S. 94)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj195/mi195mi01_15

Appretur der Seidenwaaren.

Zum Appretiren von Seidenstoffen (Taffet, Foulards etc.) setzt man die Masse folgendermaßen zusammen:

10 Quart Wasser,

1/4 Pfund Gummi und

1/3 Loth Doppelt-Chlorzinn.

Man läßt das Gummi vorher vierundzwanzig Stunden lang in dem kalten Wasser aufquellen und setzt dann nach erfolgter Auflösung desselben das Doppelt-Chlorzinn hinzu, welches den Zweck hat, der Seide ein gewisses Krachen mitzutheilen.

Man imprägnirt die Seide entweder mit einem Schwamm oder mit einer kleinen Maschine (Klotz- oder Stärkmaschine) mit der Masse und bringt sie dann in die Presse.

Wenn man schwarze oder blaue Seidenstoffe oder Druckartikel mit dunklem Fond zu drucken hat, darf man die Appreturmasse nicht zu dick anwenden, da dieselbe sonst durch ihr Aufliegen die Farben heller erscheinen läßt.

Man kann in diesem Falle folgende Masse anwenden:

2 Pfund Reis,

10 Quart Wasser und

4 Loth weiße Gelatine.

Man läßt den Reis mit dem Wasser kochen, setzt die Gelatine hinzu und reibt die Masse durch ein Sieb.

Viele Appreteurs ziehen für Seidenstoffe den Cylinder der Presse vor. Ein ausgezeichnetes Hülfsmittel ist noch, den Seidenstoff auf Rahmen ganz fest aufzuspannen und so trocknen zu lassen (Nach dem Moniteur de la teinture: Musterzeitung für Färberei etc., 1869, Nr. 23.)

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