Titel: Färberei der Teppichgarne; von E. Wolffenstein.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1870, Band 195/Miszelle 9 (S. 206)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj195/mi195mi02_9

Färberei der Teppichgarne; von E. Wolffenstein.

Die ordinären Teppichgarne, welche aus einer geringen Sorte Wolle gesponnen und zu den weniger guten Qualitäten von Teppichen verwendet werden, müssen der Billigkeit des Materiales wegen sehr schnell und billig gefärbt werden.

Die gewöhnliche Methode der Garnfärberei, die Docken auf Stangen aufzulegen und umzuziehen, ist für diese Sorte Garne nicht anwendbar, da sie viel zu viel Zeit und Arbeit erfordert.

Man hängt vielmehr die einzelnen Docken mit starken Bindfäden locker in einander, wirft die ganze Kette – in der Regel 100 Pfund Garn – in den Kessel, und bewegt sie wie ein Stück Waare einige Male über einen Haspel in der Farbflotte.

Je ordinärer die Wolle ist, desto leichter nimmt sie bekanntlich die Farbstoffe auf, so daß 100 Pfund Garn auf die beschriebene Weise zuweilen in einer Viertel- bis einer halben Stunde fertig gefärbt sind. Nach dem Färben wird das Garn in der Kette in einer gewöhnlichen Walzenwaschmaschine (Dolly) wie sie zum Waschen von Stückwaare allgemein gebräuchlich ist (nur in etwas kleineren Dimensionen ausgeführt) in Wasser gewaschen; darauf werden die Bindfäden gelöst und das Garn wird wie gewöhnlich getrocknet.

In derselben Waschmaschine wäscht man das Garn vor dem Färben.

Diese Methode ist allgemein in England an den Orten gebräuchlich, wo ordinäre Teppiche fabricirt werden, wie Dewsbury, Kidderminster etc. (Musterzeitung für Färberei etc., 1870, Nr. 1.)

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