Titel: Hydraulische Baggermaschine beim Bau der Mississippibrücke bei St. Louis.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1870, Band 195/Miszelle 1 (S. 280–281)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj195/mi195mi03_1

Hydraulische Baggermaschine beim Bau der Mississippibrücke bei St. Louis.

Die Pfeiler der Mississippibrücke bei St. Louis dringen durch eine 50 bis 78 Fuß mächtige Sandschicht, ehe sie tragbaren Boden erreichen. Es wird in Senkkästen fundirt und der Sand beim östlichen Pfeiler mittelst 7, beim westlichen mittelst 5 Sandpumpen (sand-pumps) ausgebaggert. Diese Pumpen sind von neuer und trefflicher |281| Construction und deren Wirksamkeit vollständig erprobt. Im Princip auf dem Giffard'schen Injector beruhend, nur daß statt Dampf ein Wasserstrahl unter hohem Druck durch ein Rohr nach abwärts getrieben wird, dringt die Maschine das Baggergut mit Wasser verdünnt durch ein zweites Rohr herauf, in welches jenes in der Tiefe einmündet. Der aufsteigende Strahl erzeugt unterhalb einen luftverdünnten Raum, durch welchen das sandige Material allmählich aufwärts getrieben wird.

Die Röhren haben 5 Zoll Durchmesser und werden an 2500 Fuß Länge derselben erforderlich. Die Pumpen, welche den Wasserstrahl nach abwärts treiben, sind oberhalb am Senkkastendeckel aufgestellt.

In diesem Sinne berichtet Engineering October 1869, S. 277; man vergleiche hiermit die Beschreibung von Robertson's hydraulischer Baggermaschine im polytechnischen Journal Bd. CXCII S. 270, ferner die vom Professor Rühlmann in den Mittheilungen des hannoverschen Gewerbevereines, 1869 S. 30, beschriebene Centrifugal-Baggermaschine. Diese dürften unter den oben bezeichneten Sandpumpen zu verstehen seyn.

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