Titel: Remington's Verfahren zum Ueberziehen der Metalle mit Nickel auf galvanischem Wege.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1870, Band 195/Miszelle 3 (S. 374–375)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj195/mi195mi04_3

Remington's Verfahren zum Ueberziehen der Metalle mit Nickel auf galvanischem Wege.

Die Anwendung des Nickels zum Ueberziehen der Metalle auf galvanischem Wege, anstatt der galvanischen Versilberung derselben, gewährt große Vortheile; das Nickel ist nämlich außerordentlich hart und einer schönen Politur fähig; ferner läuft es mit der Zeit an der Luft nicht an; auch widersteht es der Einwirkung einer starken Hitze weil es schwer schmelzbar ist, und überdieß ist sein Gestehungspreis im Vergleich mit demjenigen des Silbers ein unbedeutender. Bisher war es jedoch nicht möglich das Nickel auf eine praktische Weise anzuwenden, weil man es nur in kleinen Theilchen |375| erhalten und aus demselben wegen seiner Unschmelzbarkeit keine als positive Elektrode verwendbare Platte herstellen kann, wie sie erforderlich ist, um die nothwendige Oberfläche darzubieten; versucht man aber das Nickel mit Kupfer oder einem anderen Metall, zu welchem es Verwandtschaft hat, zusammenzuschmelzen, so ist die so gebildete Platte nicht benutzbar, weil man mit derselben keine reine Ablagerung erhält.

Remington's Erfindung bezweckt diese Schwierigkeiten zu beseitigen. Sie besteht erstens darin, eine Masse von Nickeltheilchen in der Lösung suspendirt erhalten zu können, welche also eine große Oberfläche darbieter, und dieselben mit dem positiven Pol der Batterie vermittelst Platin oder anderer Leiter der Elektricität zu verbinden, welche durch den elektrischen Strom oder durch die angewandte Lösung nicht angegriffen werden.

Zweitens besteht die Erfindung darin, das Innere des die Lösung enthaltenden Gefäßes ganz oder zum Theil mit Kohlenstoff oder einem anderen Leiter der Elektricität zu füttern, welcher durch den Strom oder durch die Lösung nicht angegriffen wird; hierbei können die Nickeltheilchen, anstatt suspendirt zu seyn, auf die Fütterung des Bodens gelegt werden, welche mit dem positiven Pol der Batterie in Verbindung steht.

Drittens besteht die Erfindung in der Anwendung einer Platte aus Metall, Kohlenstoff oder einem sonstigen Leiter der Elektricität, auf welche eine Nickelschicht abgelagert worden ist, die man in gewöhnlicher Weise als Elektrode aushängt und mit dem positiven Pol der Batterie in Verbindung bringt (anstatt Nickeltheilchen zu suspendiren oder auf den Boden des gefütterten Troges zu legen).

Viertens besteht die Erfindung in einer neuen (in unserer Quelle nicht angegebenen) Lösung des Nickels, welche als galvanoplastisches Bad angewendet wird. Armengaud's Génie industriel, Januar 1870, S. 31.)

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