Titel: Stroudley's Locomotiv-Kreuzkopf.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1870, Band 196, Nr. LV. (S. 183–184)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj196/ar196055

LV. Stroudley's Locomotiv-Kreuzkopf.

Nach Engineering, Februar 1870, S. 65.

Mit Abbildungen auf Tab. IV.

W. Stroudley, vormals Ober-Inspector der Highland Railway, derzeit bei der London, Brighton and South Coast line, hat die in Figur 20 und 21 skizzirte Anordnung des Kolbens, Kreuzkopfes und der Bleuelstange getroffen, als eine Locomotive mit einfach treibenden Rädern in eine solche mit gekuppelten umgewandelt wurde.

Kolbenstange und Kreuzkopf b sind aus einem Stück geschmiedet und dieser ist mit einer Bohrung zur Aufnahme des Gabelzapfens a versehen, welche die Bleuelstange c mit dem Kreuzkopf b verbindet.

Die Lagerflächen sind durch Einsetzen gehärtet, ebenso der Gabelzapfen a. Das Anziehen der Lagerschalen erfolgt in der bekannten Art durch Keil und Schraube e. Wie aus dem neben der Ansicht und dem theilweisen Längsschnitt gezeichneten Querschnitt in Figur 20 zu sehen ist, sind die Gleitflächen entsprechend vor dem Zutritt von Staub u. dergl. geschützt.

Diese Anordnung ist bei einer Locomotive mit 16 1/2 zölligen Cylindern durchgeführt. Die obere Gleitfläche des Kreuzkopfes hat 13 Zoll Länge und 4 Zoll Breite, die untere 13 und 3 1/4 Zoll. Der Gabelzapfen a ist 3 Zoll lang und 2 1/4 Zoll stark.

Die Kolbenstange hat 2 5/8 Zoll Durchmesser; die Kolbennabe (Figur 22) ist conisch von 4 Zoll auf 2 1/2 Zoll verjüngt und 2 Zoll lang.

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Die Stopfbüchse ist, wie in Figur 23 dargestellt, zweitheilig.

Der Kolbenkörper ist aus Messing und mit zwei gußeisernen Liderungsringen versehen, welche 5/8 Zoll breit und 3/8 Zoll stark sind. Je nachdem der Dampfdruck auf der oberen oder unteren Seite des Kolbens wirkt, wird der untere oder obere Ring durch den, die enge Bohrung o resp. o' im Kolbenkörper passirenden Dampf an die Cylinderwand gepreßt.

Die Ringe gleiten je 1/8 Zoll über die engere Bohrung des Cylinders hinaus, um die Bildung von Absätzen an der inneren Cylinderwand zu verhüten, welche dem Herausnehmen der Kolben hinderlich würden.

Die Abbildungen sind nach den Werkzeichnungen auf 1/12 der wirklichen Größe reducirt, die angegebenen Maaße englische.

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