Titel: Färben leinener Waaren mittelst Anilinschwarz.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1870, Band 196/Miszelle 13 (S. 95)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj196/mi196mi01_13

Färben leinener Waaren mittelst Anilinschwarz.

Man hat in neuerer Zeit versucht, leinene Waaren mit Hülse von Anilinschwarz zu färben. Man kann ein sehr hübsches Schwarz erhalten, wenn man auf folgende Weise verfährt.

Man klotzt die Waare in einem Bade von essigsaurem Anilin von 4° Baumé Dieses Bad muß außerdem noch 4 Procent Salmiak, 4 Procent chlorsaures Kali, 1/2 Procent Salpetersäure und 1 Proc. Kupfervitriol enthalten. Nach dem Klotzen und Quetschen trocknet man nicht, sondern bringt die Waare in eine Oxydationskammer oder sonst einen feuchten und warmen Raum. Nach circa 2 bis 3 Tagen hat sich das Schwarz entwickelt., worauf man durch Ammoniakflüssigkeit nimmt und dann bei 60°C. durch schwaches Seifenwasser passirt. Man erhält auf diese Weise ein lebhaftes und außerordentlich ächtes Schwarz. (Musterzeitung für Färberei etc., 1870, Nr. 12.)

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