Titel: Geschmiedete Holzschrauben.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1870, Band 196/Miszelle 2 (S. 87)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj196/mi196mi01_2

Geschmiedete Holzschrauben.

Die Gewinde der Holzschrauben werden nach der bekannten Fabricationsmethode durch Schneidwerkzeuge erzeugt. Dieser Proceß ist nicht allein kostspielig, sondern es werden dabei auch die Fasern des Eisendrahtes zwischen den Windungen unterbrochen, der Zusammenhang derselben mit jenen des Schraubenschaftes wird geschwächt.

H. P. Boyd (Low Walker, Newcastle-upon-Tyne) hat sich ein Verfahren patentiren lassen, nach welchem Holzschrauben aller Größen durch Schmieden erzeugt werden, wobei also die Fasern zwischen den Windungen nur gebogen, keineswegs unterbrochen werden. Der Preis der geschmiedeten Holzschrauben soll jenen der in bisher üblicher Art erzeugten Holzschrauben nicht überschreiten.

Dabei sind die kleinen wie die großen Holzschrauben mit gleicher Sorgfalt und Genauigkeit ausgearbeitet, auf der Oberfläche so glatt als ob sie geschnitten wären, außerdem mit der natürlichen, gegen Rost schützenden Eisenhaut versehen.

Besondere Verwendung finden die geschmiedeten Holzschrauben beim Schiffsbau zur Befestigung der Panzerplatten auf die hölzerne Unterlage, zum Festschrauben von Schienenstühlen etc.

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