Titel: Fabrication von Metallröhren.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1870, Band 196/Miszelle 3 (S. 87)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj196/mi196mi01_3

Fabrication von Metallröhren.

F. N. Gisborne und H. Allman, Ingenieure in London, stellen nach ihrem vorjährigen Patente aus Metallstreifen Röhren her, welche als Telegraphenstangen, Masten, Röhrenbalken, Dampfleitungsröhren u. dgl. verwendet werden können. Zu diesem Zweck werden die Metallstreifen spiralförmig aufgewickelt, so daß eine spiralförmige Fuge mit übergreifendem Rande entsteht, welche alsdann vernietet, verschweißt oder durch Löthen oder Galvanisiren (Verzinken) geschlossen wird. Dadurch soll mit dem Minimum von Materialaufwand das Maximum (?) der Festigkeit erzielt werden.

Bei Telegraphenstangen stellen die Erfinder jede Stange aus zwei Theilen her. An dem unteren Theil ist eine Platte von größerem Durchmesser angebracht, welche in die Erde eingegraben wird; dann erst wird der obere Rohrtheil befestigt. Oben ist derselbe mit Ebenholz oder einem anderen nicht leitenden Material gefüttert, an welchem der Leitungsdraht befestigt wird, indem er durch Oeffnungen der Röhre hindurchgeht, oder auch auf Armen ruht, welche an dem Nichtleiter angebracht sind.

Die verwendeten Metallstreifen können gewellt oder auch anders geformt seyn, um die fertige Röhre alsdann ornamentalisch verziert zu erhalten. Um die Steifigkeit derselben zu erhöhen, können auch zwei oder mehrere Metallstreifen in entgegengesetzten Windungen aufgewickelt und verbunden werden. (Armengaud's Génie industriel, Februar 1870, S. 109).

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