Titel: Ueber Verhinderung des Kesselsteines; von Dr. Eduard Wiederhold in Cassel.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1870, Band 196/Miszelle 2 (S. 169)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj196/mi196mi02_2

Ueber Verhinderung des Kesselsteines; von Dr. Eduard Wiederhold in Cassel.

Ich sehe mich veranlaßt, eine kleine nachträgliche Bemerkung zu meinem Aufsatze über Verhinderung des Kesselsteines (Gewerbeblätter für Kurhessen, 1869, Nr. 3) zu machen. Von verschiedenen Seiten wurde mir in der Folge die gute Wirkung des hessischen Thones als Mittel sowohl zur Lösung von Kesselstein, worüber ich bisher noch keine Erfahrung hatte, als zur Verhinderung der Bildung einer festen Kruste bestätigt. Von zwei Seiten indessen wurde beklagt, daß sich durch den Gebrauch des Thones Röhren und Hähne verstopfen. Hr. Th. Becker hat hierüber eine Mittheilung in der Zeitschrift des Vereines für Zuckerindustrie (polytechn. Journal Bd. CXCV S. 559) gemacht. In den letztgenannten Fällen hat sich jedenfalls durch mitgerissenes Wasser auch früher Kesselstein an den betreffenden Stellen gebildet und es ist schon a priori einleuchtend, daß in solchen Fällen durch den Zusatz eines jeden festen Körpers zum Speisewasser der Ansatz seiner Masse nach nur vermehrt werden muß. Obwohl ich mich in meiner früheren Abhandlung hinlänglich verwahrt zu haben glaubte, daß ich meinerseits den Thon nicht als Universalmittel gegen Kesselstein angesehen wissen wolle, so glaube ich doch noch einmal darauf hinweisen zu müssen, daß die Anwendung bei allen Kessel-Constructionen, bei denen Wasser in beträchtlicher Menge mechanisch fortgerissen wird, selbstverständlich ausgeschlossen werden muß, es sey denn, daß, wie Hr. Becker bemerkte, ein Hülfsapparat angebracht wird, welcher das Ueberreißen vermeidet. (Gewerbeblätter, 1870, Nr. 1 u. 2.)

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