Titel: Lungley's Apparat zum Entfernen des Rußes aus Heizröhren.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1870, Band 196/Miszelle 3 (S. 265–266)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj196/mi196mi03_3

Lungley's Apparat zum Entfernen des Rußes aus Heizröhren.

C. Lungley verwendet Dampf, Luft, oder brennbare Flüssigkeiten zur Entfernung des Rußes oder sonstigen Absatzes aus dem Inneren der Heizröhren, und hat sich bierfür einen besonderen Apparat patentiren lassen.

Dieser besteht aus einer Röhre, welche in den Heizröhren, Zügen etc. hin und her gezogen wird, entweder von Hand oder durch Maschinenkraft, und in welche aus einem |266| Generator oder Reservoir Luft, Dampf oder Flüssigkeit unter Druck einströmt. Durch die Wirkung der Luft, des Dampfes etc. wird der Ruß oder die sonstigen Ablagerungen von den Seiten des Heizrohres abgestoßen, und aus demselben hinaus getrieben.

Ueber das Ende der Röhre wird zuweilen eine Kappe befestigt, welche entweder mit gerade oder schräg gebohrten Löchern für den Ausfluß der verwendeten Flüssigkeit versehen ist; ferner kann das Rohr oder die Kappe mit Schnauzen oder Mundstücken ausgerüstet, oder glockenförmig erweitert und durchbohrt seyn.

In einzelnen Fällen wird ein rotirender Schaber oder eine Schraube (ähnlich einer Schiffsschraube) am Ende des Rohres angebracht, um den Ruß aus den Röhren zu entfernen, nachdem derselbe abgestoßen ist. Aus dem Vorder- oder Hinterende des Heizrohres kann der Ruß entweder in einen Behälter fallen, oder die Hitze der einströmenden Flüssigkeit kann so hoch seyn, daß derselbe sogleich beim Abstoßen verzehrt wird, in welchem Falle nur die unverbrennlichen Rückstände zu entfernen sind. Das äußere Ende des Reinigungsrohres wird mittelst eines biegsamen oder gegliederten Rohres mit dem Generator oder Reservoir in Verbindung gebracht. An Orten wo die Hitze für den Arbeiter zu groß wäre, wird ein Mantel oder Schild benutzt, welcher mit Löchern versehen ist, um die Reinigungsröhre hindurch zu stecken. Zur Entfernung des Rußes aus dem Behälter, in welchen derselbe aus den Röhren geworfen wird, dient ein Rohr mit darin liegender Schraube, dessen Ende bei Schiffen durch die Seitenwände in das Wasser mündet. (Mechanics' Magazine, Januar 1870, S. 44; polytechnisches Centralblatt, 1870 S. 518.)

Suche im Journal   → Hilfe
Alternative Artikelansichten
  • XML
  • Textversion
    Dieser XML-Auszug (TEI P5) stellt die Grundlage für diesen Artikel.
  • BibTeX
Feedback

Art des Feedbacks:
Ihre E-Mail-Adresse:
Anmerkungen: