Titel: Extraction des Hyacinthenparfüms.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1870, Band 196/Miszelle 12 (S. 374–375)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj196/mi196mi04_12
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Extraction des Hyacinthenparfüms.

In der Versammlung der polytechnischen Gesellschaft zu Berlin vom 21. April d. J. wurde bemerkt, daß man behufs der Gewinnung des Parfüms aus den Blüthen im südlichen Frankreich bis jetzt nur bei wenigen sehr feinen Parfüms die Extraction durch (rectificirten) Schwefelkohlenstoff anwende, z.B. bei dem Hyacinthenparfüm, welches sich auf keine andere Weise ausziehen lasse.103)

Bei vielen anderen Parfüms, z.B. dem Jasmin, ist das alte Verfahren noch gebräuchlich. Es werden mehrere große Hürden von Filz, die mit feinem Olivenöl getränkt sind, über einander gestellt und schattig überdacht. Auf dieselben weiden alle Morgen die Jasminblüthen aufgeschüttet und das Oel, welches das Parfüm aufnimmt, tröpfelt unten ab; die Concentration des Parfüms richtet sich nach der Zeit, während welcher die Operation fortgesetzt wird. – Eigenthümlich ist es, daß man bis jetzt aus der Reseda auf keine Weise das Parfüm gewinnen kann. (Nat. Ztg.)

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Man sehe: Barreswil, die Parfümerie im Jahre 1862, im polytechn. Journal Bd. CLXXIII S. 385.

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