Titel: Masse zum Tränken von Packleinwand zur Ueberdeckung von Wagen etc.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1870, Band 196/Miszelle 14 (S. 375–376)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj196/mi196mi04_14

Masse zum Tränken von Packleinwand zur Ueberdeckung von Wagen etc.

Das Verfahren besteht darin, daß man die Leinwand mit einer Metallseife bedeckt, welche durch die Vereinigung von Fettsäuren mit einem Metalloxyd erhalten ist. In Folge seines billigen Preises ist das Eisenoxyd am vortheilhaftesten anzuwenden.

Man läßt in heißem Wasser 1 Kilogrm. Schmierseife zergehen und löst in einem besonderen Gefäß Eisenvitriol in warmem Wasser auf. Wenn man beide Flüssigkeiten zusammengießt, so bildet sich einerseits schwefelsaures Kali, andererseits eine Eisenseife (oleïnsaures, stearinsaures, margarinsaures Eisen), welches, da es |376| unlöslich ist, zu Boden fällt. Die so erhaltene Eisenseife wird ausgewaschen und getrocknet, und dann in 1 1/2 Kilogrm. Leinöl aufgelöst, in welchem man schon vorher 100 Gramme Kautschuk sich hat lösen lassen.

Der Vortheil der so hergestellten undurchdringlichen Leinwand ist der, daß dieselbe nicht bricht, wie sie es thut, wenn man sie mit Theer aufgestrichen hat. (Moniteur de la teinture; Musterzeitung für Färberei etc., 1870, Nr. 18.)

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