Titel: Gewinnung von Ammoniakgas aus dem Gaswasser mit Hülfe eines Luftstromes.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1870, Band 196/Miszelle 8 (S. 372–373)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj196/mi196mi04_8
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Gewinnung von Ammoniakgas aus dem Gaswasser mit Hülfe eines Luftstromes.

Nach einem Patente von Braby und Baggs wird zur Ammoniakgewinnung aus Gaswasser dasselbe mit caustischem Kalk versetzt, in einem Kessel auf eine Temperatur zwischen 40–100° C. erhitzt und sodann durch ein im Boden des Kessels mündendes Rohr atmosphärische Luft hindurchgetrieben, welche sich durch einen siebförmigen Boden weiter vertheilt. Die mit Ammoniak und wenig Wasserdampf beladene Luft entweicht aus dem oberen Theile des Kessels in kalt gehaltene, mit Wasser, Salzsäure oder Schwefelsäure gefüllte Vorlagen.

In Deptford, wo dieses Verfahren zur Ausführung kam, geht die mit Ammoniak beladene Luft zunächst durch einen mit Kalkmilch beschickten Kalkreiniger, in welchem ein Rührapparat die Kalkmilch in steter Bewegung hält, und sodann durch ein gekühltes Schlangenrohr in die aus drei Gefäßen bestehende Vorlage. Zwei dieser Gefäße enthalten zu 1/3 ihres Inhaltes kaltes Wasser, das letzte wird am besten mit einer concentrirten Lösung von Eisenchlorid gefüllt, die unter Fällung von Eisenoxyd, welches im ausgeglühten Zustand als Anstrichfarbe dient, in eine Lösung von Salmiak verwandelt wird. (Aus Chemical News durch das Journal für Gasbeleuchtung, Februar 1870).

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