Titel: Verbessertes Verfahren zur Anfertigung von Copallack, von G. Hoedfield.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1870, Band 196/Miszelle 10 (S. 483)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj196/mi196mi05_10

Verbessertes Verfahren zur Anfertigung von Copallack, von G. Hoedfield.

Der Copallack wird bekanntlich durch vorsichtiges Schmelzen des Copals, Zusatz von Leinölfirniß und nachherigen Zusatz von Terpenthinöl bereitet. Hoedfield (dessen Verfahren in Frankreich patentirt ist) nimmt doppelt so viel Terpenthinöl als man gewöhnlich anwendet, um eine vollständigere Lösung des Copals zu erzielen und den Lack klarer und farbloser zu erhalten. Wenn die Mischung fertig ist, leitet man eine Zeit lang Luft hindurch. Der Sauerstoff der Luft ozonisirt sich unter dem Einfluß des Terpenthinöles, wirkt auf das Oel und macht dasselbe sehr trocknend. Wenn man die Oxydation für hinreichend hält, destillirt man die Hälfte des Terpenthinöles wieder von der Flüssigkeit ab. Der Rückstand bildet nun den fertigen Lack, welcher also nicht mehr Terpenthinöl enthält als gewöhnlich, aber farbloser und schneller trocknend ist. Das abdestillirte Terpenthinöl ist zur Darstellung des Lackes weit besser als gewöhnliches, nicht ozonisirtes Terpenthinöl, und wird deßhalb bei Wiederholung der Operation vorzugsweise verwendet. (Moniteur scientifique, Februar 1870, S. 127; polytechnisches Centralblatt, 1870 S. 633.)

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