Titel: Conservirung von Thieren in Kreosotwasser, nach F. Holbein.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1870, Band 196/Miszelle 19 (S. 488)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj196/mi196mi05_19

Conservirung von Thieren in Kreosotwasser, nach F. Holbein.

Um ganze Thiere zu conserviren, legt man dieselben in Kreosotwasser, welches durch Schütteln von Steinkohlenkreosot mit gewöhnlichem Wasser dargestellt wird. Je nach der Größe des Thieres läßt man die Einwirkung eine bis mehrere Wochen dauern; bei großen Thieren öffnet man die Haut durch einen Schnitt; bei kleineren, besonders bei Vögeln, Reptilien und Fischen, ist dieß nicht nöthig. Man trocknet sie dann an der Luft und gibt ihnen dabei die Stellung welche sie einnehmen sollen. Da die Körper auch nach dem Trocknen elastisch bleiben, so kann man sie ohne besondere Vorsicht verpacken. Vorzüglich eignet sich dieses Verfahren für Vögel, Reptilien und Fische. Das Gefieder der Vögel behält seine Farbe, die Fische behalten Form und Farbe; weiche Thiere, wie Muscheln, schrumpfen dagegen ganz zusammen. Die angegebene Methode ist daher besonders für Reisende, welche Fische sammeln, empfehlenswerth. Man kann sich das Kreosotwasser an Ort und Stelle bereiten, legt die Fische in ein damit angefülltes Faß, trocknet sie dann und verpackt sie wie Mineralien. (Berichte der deutschen chemischen Gesellschaft, 1870, Nr. 2.)

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