Titel: Neues Beizmittel.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1870, Band 197/Miszelle 11 (S. 189)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj197/mi197mi02_11

Neues Beizmittel.

Zum Fixiren von Farben beim Färben und Drucken von Stoffen will J. S. Kipping in Manchester die bekannte Eigenschaft der Gelatine, des Gummis etc. benutzen, nach Zusatz einer Chromsalzlösung durch Einwirkung des Lichtes in Wasser unlöslich zu werden und dadurch die beigemischten Farbstoffe zu fixiren. Es werden dazu die wie gewöhnlich zum Färben und Drucken vorbereiteten Farben mit Gelatine, Gummi oder dergleichen und einem chromsauren Salz gemischt oder auch, was aber weniger empfehlenswerth, in gewöhnlicher Weise gefärbt oder gedruckt und dann mit der Mischung von Gelatine etc. mit einem Chromsalz behandelt. Zu einer wässerigen Lösung von käuflicher Gelatine wird doppelt-chromsaures Kali, etwa 1/6 des Gewichtes der Gelatine, zugesetzt und zwar in einem nicht stark beleuchteten Raum. Das Verhältniß zwischen Gelatine und Wasser ist nach der gewünschten Consistenz der Farbe, sowie nach der Art des angewendeten Farbstoffes durch Versuche zu ermitteln. Der Mischung von Gelatinelösung und Chromsalz wird dann der Farbstoff zugesetzt. Nach dem Drucken werden die Stoffe dem Lichte ausgesetzt, durch dessen Wirkung der Farbstoff gewissermaßen in einem unlöslichen Medium eingeschlossen wird. Damit die Farbemischungen beim Drucken nicht gelatiniren, muß im Druckraum eine bestimmte Temperatur erhalten und die Farbebehälter etwa durch eine Gasflamme erwärmt werden. (Deutsche Industriezeitung.)

Suche im Journal   → Hilfe
Alternative Artikelansichten
  • XML
  • Textversion
    Dieser XML-Auszug (TEI P5) stellt die Grundlage für diesen Artikel.
  • BibTeX
Feedback

Art des Feedbacks:
Ihre E-Mail-Adresse:
Anmerkungen: