Titel: Tintenflecke so zu entfernen, daß die darunter liegende Schrift entdeckt werden kann; von J. Trapp.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1870, Band 197/Miszelle 17 (S. 192)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj197/mi197mi02_17

Tintenflecke so zu entfernen, daß die darunter liegende Schrift entdeckt werden kann; von J. Trapp.

Zuweilen kommen große, dicke, absichtlich gemachte Tintenflecke auf Papieren vor, um darunter liegende Schriftzüge, Zahlen oder Namen zu verdecken. Wird der Tintenfleck bald nach dem Schreiben der Schriftzüge oder Zahlen gemacht, so ist die Auffindung derselben schwerer; wird dagegen der Tintenfleck nach Wochen oder Monaten auf die Schriftzüge gemacht, so ist die Entdeckung eine leichtere. Man zeichne zuerst den ganzen Tintenfleck auf ein Stück Papier und copire Alles, was um den Klex und innerhalb desselben etwa noch sichtbar ist, oder vielleicht durchschimmert. Dann nehme man das mit dem Tintenfleck versehene Schriftstück und wasche sehr allmählich und vorsichtig den Klex mit einer schwachen Oxalsäurelösung, mittelst eines Pinsels. Es wird auf diese Weise Schicht für Schicht des Tintenklexes weggewaschen, bis endlich die darunter liegenden Schriftzüge anfangen hervorzutreten. Jetzt höre man auf, d.h. man wasche nicht weiter mit der Oxalsäurelösung, weil sonst auch die darunter liegenden Schriftzüge fortgewaschen werden würden. Man wasche vielmehr den halb- oder theilweise entfernten Tintenklex mit reinem Wasser und trockne das Schriftstück. Es werden die früheren Schriftzüge, Zahlen oder Namen, welche mit Tinte begossen waren, deutlich genug im schwärzlichen Klex zu sehen seyn. (Pharmaceutische Zeitschrift für Rußland.)

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