Titel: Ueber die vortheilhafteste Aufbewahrungsweise des Thalliums; von Prof. Dr. Böttger.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1870, Band 197/Miszelle 5 (S. 379)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj197/mi197mi04_5

Ueber die vortheilhafteste Aufbewahrungsweise des Thalliums; von Prof. Dr. Böttger.

Um das an der Luft so leicht anlaufende, sich so ungemein schnell oxydirende Thallium in möglichst rein metallisch-glänzendem Zustande aufzubewahren, hat man verschiedene Mittel seither in Vorschlag gebracht, jedoch keines als vollkommen befriedigend befunden. Am besten hatte sich bisher noch das von mir vor mehreren Jahren empfohlene Aufbewahren besagten Metalles in einer concentrirten Lösung von Traubenzucker bewährt. Da jedoch, meinen Beobachtungen zufolge, nach jahrelangem Aufbewahren desselben in Traubenzuckerlösung eine sehr mißfarbige Schimmelbildung in dieser Flüssigkeit einzutreten pflegt, welche massenhaft das ganze Aufbewahrungsgefäß schleimartig durchwuchert, so suchte ich eine geeignetere Flüssigkeit zu besagtem Zwecke ausfindig zu machen. Als eine solche erkannte ich endlich gewöhnliches destillirtes Wasser, welches durch anhaltendes Kochen sorgfältig von atmofphärischer Luft befreit und in einem verschlossenen Gefäße erkaltet war. Unter einer Decke von Cyankalium geschmolzenes vollkommen blankes Thallium hat, in so behandeltem Wasser aufbewahrt, seit ungefähr drei Jahren noch nicht das Mindeste von seinem ursprünglichen Glanze verloren. (Jahresbericht des physikalischen Vereines zu Frankfurt a. M. für 1868–1869, Mai 1870.)

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