Titel: Stärkeappretur, welche durch die Wäsche nicht beeinträchtigt wird.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1870, Band 197/Miszelle 9 (S. 383)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj197/mi197mi04_9

Stärkeappretur, welche durch die Wäsche nicht beeinträchtigt wird.

Um Geweben und Garnen aus pflanzlichen Stoffen einen Stärkeappret zu geben, der dem Waschen widersteht, nimmt M. Lange (französisches Patent) die auf gewöhnliche Weise mit Stärke appretirten Waaren oder Garne bei 15° C. durch ein concentrirtes Bad von Chlorzink. Statt des Chlorzinkes kann auch ein Bad von 3 Thln. Schwefelsäure und 1 Thl. Wasser angewendet werden. In einem Trog befindet sich das Bad, in welches eine drehbare Welle bis nahe an ihre Achse eintaucht; über derselben liegt eine Preßwalze, die bei der Drehung der unteren in der entgegengesetzten Richtung sich bewegt. Zwischen beiden läuft der zu imprägnirende Stoff, der von unten mit dem Bade befeuchtet wird, von oben die zur Durchdringung desselben notwendige Pressung erhält. Ist der Stoff schwer, so liegt die Welle ganz in dem Bade, es findet dann die Imprägnirung von beiden Seiten statt, es wird aber dafür die Anbringung eines Preßwalzenpaares nöthig, welches das überschüssige Chlorzink auspreßt, das in den Trog zurückfließt. Unmittelbar aus dem Troge fällt die Waare in's fließende Wasser, aus welchem sie sofort herausgezogen wird, um dann ausgepreßt und getrocknet zu werden. Außer seiner Widerstandsfähigkeit gegen Wasser soll dieser Appret auch den Vortheil bieten, daß die aufgedruckten und gedämpften Farben, besonders das Indigoblau aus der kalten Vitriolküpe, einen ungleich größeren Glanz und größere Fülle zeigen. (Musterzeitung für Färberei etc., 1870, Nr. 28.)

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