Titel: Ablöschen der Hohofenschlacke.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1871, Band 199/Miszelle 7 (S. 74)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj199/mi199mi01_7

Ablöschen der Hohofenschlacke.

Zum Ablöschen der Hohofenschlacke hat G. D'Adelswärd, Ingenieur der Prieuré-Eisenwerke in Longwy, folgende Anordnung construirt. In einem mit Wasser gefüllten, im Hüttenboden versenkten Reservoir wird durch eine hydraulische Pumpe eine große Platte auf- und abbewegt, auf welche ein Schlackenhund längs Schienen zugeführt werden kann. In der Höhenlage dieser Platte liegt dieselbe im Niveau des Hüttenbodens und die Schlacke fließt durch eine bewegliche Rinne vom Ofen in den aufgefahrenen Schlackenhund. Ist derselbe angefüllt, so läßt man die Platte, welche an dem Plungerkolben eines hydraulischen Cylinders befestigt ist, nieder unter das Wasser, wobei die Schlacke bald abgekühlt wird. Man pumpt alsdann die Platte wieder in die Höhe und führt den Schlackenhund mittelst Pferden nach dem Abladeplatz.

Bei der früheren Einrichtung auf dieser Hütte soll die Wegschaffung der Schlacke bei einer Production von 1000 Centner Roheisen pro Tag 14 Arbeiter (à 4 Frcs. Tagelohn) und 3 Pferde (7 Frcs. tägliche Kosten) beansprucht haben. Bei der jetzt üblichen Methode sind nur 6 Arbeiter und 2 Pferde erforderlich, weßhalb eine tägliche Ersparniß von 39 Frcs. erzielt wird. Der früher erforderlich gewesene Abkühlungsraum für die Schlacke betrug pro Hohofen 420 Quadratmeter gegen jetzt von nur 52 Quadratmeter. (Nach Engineering, November 1870, S. 349, woselbst auch eine Durchschnittsskizze mitgetheilt ist.)

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